Wann entstanden Nachnamen?
In Europa trugen zunächst reichere, bzw. adelige Familien mit einem gehobenen gesellschaftlichen Stand Namenszusätze.
Notwendig für alle Bevölkerungsteile wurden Nachnamen letztlich dann, als die persönliche Besteuerung eingeführt wurde. [1]
Quellen:
[1] https://www.surnamedb.com/Surname/Janzen
Welche Ereignisse trugen dazu bei, dass meine Vorfahren zusammenfanden?
Grundsätzlich bestand nach der Völkerwanderung in Nordeuropa zunächst kein Grund für weitreichende Wanderungsbewegungen.
Germanische Stämme wie die Angeln, Sachsen und Jüten haben sich auf der Insel Brittanien niedergelassen, während die Friesen im Grunde unbetroffen in ihrer Heimat verblieben sind.
Später nahmen einige nordgermanische Wikinger Einfluss auf die Machtverhältnisse Englands, sodass dort skandinavische Siedler ansässig wurden.
Entscheidend wurde letzten Endes die Reformation und die anschließende Täuferbewegung im zweiten Viertel des 16. Jhd. Letztere einigte Gleichgesinnte aufgrund von Repressionen, sodass insbesondere niederländische, flamische, friesische und (nord-)deutsche sowie englische Wiedertäufer gemeinsame Wege beschritten.
Zunächst in den Niederlanden sicher, musste man bald nach Preußen oder in die Vereinigten Staaten flüchten. Auf ein Angebot von Katharina II. siedelten viele in der heutigen Ukraine. Im Verlauf des Zweiten Weltkrieges wurden sie von der Roten Arme weiter in die östlichen Teile der UdSSR verschleppt, um eine Verbündung mit den verwandten Deutschen zu vermeiden. Nach Zusammenbruch der UdSSR und dem Mauerfall in Deutschland begann die Zeit der Rückkehr ins „Vaterland“ für die meisten Russlandmennoniten.